Navigation innerhalb: Archiv-Chronologie
10. Juni 2026Archiviert
Radfahr-Runde Ulm – Bernstadt – Lonetal
Die Runde führt von Ulm über Jungingen, Himmelweiler, Dornstadt / Beimerstetten und Bernstadt ins Lonetal. Der Rückweg läuft über Langenau, Oberelchingen, Unterelchingen und Thalfingen zurück nach Ulm.
Es ist keine Trainingsbeschreibung, sondern eine nüchterne Streckennotiz: Wo die Route entlangführt, welche Abschnitte angenehm sind und worauf man achten sollte. Der gesundheitliche Nutzen liegt vor allem in längerer, gleichmäßiger Bewegung ohne hohen Anspruch an Tempo oder Leistung.
1. Start in Ulm: Stuttgarter Straße und Albstraße
Der Startpunkt liegt in Ulm an der Stuttgarter Straße. Von dort geht es über die Albstraße Richtung Jungingen. Schon in der Albstraße öffnet sich der Blick Richtung Albhochfläche. Bei klarer Sicht können auch die Alpen sichtbar sein.
Die ersten Kilometer sind trotzdem normaler Stadt- und Ortsrandverkehr. Man fährt mit Ampeln, Kreuzungen, Seitenstraßen und Autoverkehr. Gerade hier lohnt es sich, sichtbar und berechenbar zu fahren.
Jungingen ist der Übergang vom Ulmer Stadtrand in offeneres Gelände. Die Strecke wird nicht sofort ruhig, aber sie verlässt allmählich den dichten Stadtbereich.
2. Über Jungingen nach Himmelweiler
Von Jungingen geht es über den Dornstadter Weg weiter nach Himmelweiler. Himmelweiler ist ein kleiner Ortsteil im Bereich Dornstadt. Die Strecke wird dort luftiger und führt weiter auf die nördlichen Höhen hinaus.
Über den Eiselauer Weg kommt man am DUSS-Bereich Ulm vorbei. DUSS steht für Umschlag zwischen Straße und Schiene. Als landschaftlicher Punkt ist das nicht interessant, als Orientierungspunkt aber brauchbar. Der Abschnitt zeigt außerdem den Übergang von Logistikflächen und Ortsrand zu späteren Feld- und Talabschnitten.
Danach geht es über die Albrecht-Berblinger-Straße weiter bis zum Kreisverkehr an der Beimerstetter Straße. Im Kreisverkehr gilt auf dem Rad: klar fahren, früh schauen, nicht hektisch korrigieren.
3. Richtung Dornstadt und Beimerstetten
Ab dem Kreisverkehr folgt man der Richtung Beimerstetten auf die Dornstadter Straße. Durch den Bereich Dornstadt / Beimerstetten fährt man zunächst noch auf normalen Orts- und Verbindungsstraßen.
Das ist ein sachlicher Verbindungsabschnitt. Es gibt Autoverkehr, Einmündungen, Grundstücksausfahrten und wechselnde Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer. Die Route wird erst außerhalb der Orte ruhiger.
Außerhalb von Dornstadt folgt der Abzweig Richtung Hörvelsingen. Nach kurzer Strecke biegt man links auf Wirtschaftswege und Flurwege ab.
4. Feldstrecke Richtung Bernstadt
Der offene Teil der Runde führt durch Felder bis Bernstadt. Wirtschaftswege und Flurwege sind ruhiger als Straßen, aber nicht automatisch glatt. Schotter, Erde, Sand, Kanten, Schlaglöcher und Traktorspuren können vorkommen.
Der Abschnitt ist windanfällig. Bei Rückenwind wirkt er leicht, bei Gegenwind deutlich anstrengender. Das sollte man bei der eigenen Krafteinteilung berücksichtigen.
Wildwechsel ist möglich, besonders an Hecken, Waldrändern, Senken und in der Dämmerung. Rehe oder Hasen können unvermittelt auftauchen. Der Blick sollte deshalb nicht nur direkt vor das Vorderrad gehen, sondern auch an die Weg- und Feldränder.
Für die Gesundheit ist dieser Abschnitt vor allem wegen des gleichmäßigen Rhythmus interessant: längeres Treten, wenig Unterbrechung, niedriger Lärmpegel. Das ist kein Leistungsprogramm, sondern solide Grundbewegung.
5. Durch Bernstadt: Bürgergasse, Kirchenbühl, Otterngasse
In Bernstadt führt die Runde über Bürgergasse und Kirchenbühl an der Gemeindeverwaltung beziehungsweise am Bürgermeisteramt vorbei. Das ist ein brauchbarer Orientierungspunkt im Ortskern.
Danach geht es weiter durch die Otterngasse bis zur Holzkircher Straße und in die Eichenbergstraße. Ab hier geht die Runde vom offenen Feldbereich in Richtung Tal über.
6. Ins Lonetal
Über die Eichenbergstraße fährt man ins Lonetal. Das Lonetal ist ein Tal der Lone mit Wald, Wiesen und ruhigerem Verkehrscharakter. Nach den offenen Feldern wirkt der Raum enger und geschützter.
Exkurs: Lonetal und Archäologie. Das Lonetal gehört zur Fundlandschaft der „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“. In Höhlen wie Vogelherd, Hohlenstein-Stadel und Bockstein wurden Spuren aus der frühen Zeit des modernen Menschen in Europa gefunden, darunter Eiszeitkunst und sehr frühe Musikinstrumente.
Der Abschnitt ist landschaftlich der deutlichste Wechsel der Runde. Man fährt nicht mehr durch offene Feldflächen, sondern durch Tal- und Waldbereiche. Das macht die Runde abwechslungsreicher, ohne dass man dafür große Umwege einbauen muss.
Waldwege und Talabschnitte sollte man nicht unterschätzen. Nach Regen können Stellen schmierig sein. Laub kann rutschig werden. Auf unübersichtlichen Abschnitten ist ein angepasstes Tempo sinnvoll. Bremsen, Lenken und Linienwahl sollten ruhig bleiben.
7. Rückweg über Langenau, Elchingen und Thalfingen
Nach dem Lonetal geht es über Langenau weiter. Langenau ist ein guter Orientierungspunkt auf dem Rückweg, weil die Route von dort wieder stärker in Richtung Donau- und Ulm-Achse führt.
Exkurs: Langenau. Langenau liegt an einer Übergangszone zwischen Alb, Donautal, Siedlungsgeschichte, Bahnanschluss und Gewerbeentwicklung. Historisch ist der Ort aus mehreren Siedlungskernen gewachsen und hat sich besonders nach 1945 weiterentwickelt.
Von Langenau führt die Runde über Oberelchingen, Unterelchingen und Thalfingen zurück nach Ulm. Dieser Abschnitt bringt einen schrittweise wieder in den stärker besiedelten Raum.
8. Charakter der Runde
Die Runde besteht aus mehreren klar unterscheidbaren Abschnitten:
- Albstraße und Jungingen: Stadtrand, Anstieg, Blick Richtung Albhochfläche
- Himmelweiler und Dornstadt / Beimerstetten: Übergang aus dem engeren Verkehrsraum
- Feldstrecke Richtung Bernstadt: offene Wirtschaftswege, Wind, wenig Unterbrechung
- Bernstadt: kurzer Ortskern und Orientierung über Bürgergasse / Kirchenbühl
- Lonetal: Tal- und Waldbereich, archäologisch interessanter Raum
- Langenau und Elchingen: Rückweg Richtung Ulm
Interessant ist die Runde vor allem durch die Abfolge dieser Abschnitte. Sie ist nicht nur eine Kilometerzahl, sondern ein Wechsel aus Stadt, Ortsrand, Feld, Tal und Rückweg.
9. Praktische Hinweise
Ich würde die Runde eher als ruhige Langstrecke fahren, nicht als Sprint. Genug Wasser mitnehmen. Auf Wirtschaftswegen mit Schotter, Erde, landwirtschaftlichem Verkehr und plötzlich auftauchender Bewegung am Feldrand rechnen.
Sinnvoll ist ein gleichmäßiger Fahrstil: nicht zu hart starten, gefährliche Stellen langsam nehmen, Pausen erlauben und die Rückfahrt mit einplanen. Der Nutzen der Runde liegt nicht darin, sich zu beweisen, sondern in verlässlicher Bewegung über längere Zeit.
10. Fazit
Ulm – Jungingen – Himmelweiler – Dornstadt / Beimerstetten – Bernstadt – Lonetal – Langenau – Elchingen – Thalfingen – Ulm: Das ist eine längere, abwechslungsreiche Runde mit Stadtanteil, Feldwegen, Ortsdurchfahrten und Talabschnitt.
Sie eignet sich, wenn man eine sachliche Radroute mit klarer Struktur sucht: raus aus Ulm, über die nördlichen Höhen, durchs Lonetal und auf anderem Weg zurück.
11. Externe Links zum Weiterlesen
- Ausbau KV-Terminal Ulm-Dornstadt – Hintergrund zum Logistikbereich Ulm-Dornstadt.
- UNESCO-Welterbe: Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb – Überblick zur Fundlandschaft mit Bezug zum Lonetal.
- Gemeinde Bernstadt – allgemeine Informationen zur Gemeinde im Alb-Donau-Kreis.
- Flächennutzungsplan 2035, Begründung Teil A des Verwaltungsverbands Langenau – Hintergrund zu Langenau und zur Namensgeschichte.
Weiteres
Navigation innerhalb: Archiv-Chronologie